Sober-Oktober

31 Tage, kein Tropfen Alkohol? Eigentlich easy, weil man muss ja nichts tun, außer etwas zu unterlassen. Natürlich werden die nächsten vier Wochen nicht nur Berichterstattung vom Unterlass sein, sondern ich werde mich insgesamt mal mit Fragen zum Verzicht beschäftigen.

Kein Alk?

Ja, der Oktober ist der Monat der Bierfeste. Aber der Februar ist auch der Faschingsmonat und ich habe dennoch schon mal drei Monate – nämlich Januar, Februar und März – darüber hinweg aufs Saufen verzichtet. Selbst auf einer Wochenend-Reise auf eine Hütte im Schwarzwald. Wer nicht trinkt, kann natürlich auch nicht an Trinkspielen teilnehmen. Und so war ich am Abend als einziger nüchtern und nur Beobachter des Spielens. Soziale Ausgrenzung wegen Konsumverzicht.

Nun kann mancher einwenden: „Du trinkst doch eh schon wenig!“ Das mag durchaus sein. Es geht hierbei aber nicht darum, auf etwas zu verzichten, was man stetig und ständig konsumiert – gar um auszunüchtern. Ziel ist vielmehr der bewusste Verzicht auf etwas, dass man gelegentlich einfach unbewusst mitkonsumiert. Denn wenn ich Essen gehe, ist da dann doch ein Wein dabei, wenn er passt. Ein schnelles Bierchen mit Freunden? Kommt vor. Eben darum ist es wichtig bewusst zu verzichten.

Effekte

Wie bereits im Beispiel angemerkt, fällt so ein Verhalten auf, weil es eben als „unnormal“ wahrgenommen wird. Der „Nichttrinker“ wird zur „Spaßbremse“. Dabei sollte der Spaß doch eigentlich nicht nur eintreten, wenn man unter dem Einfluss von Alkohol steht. Das gesellige gemütliche Beisammensein funktioniert nur, wenn man sich gemeinsam leicht vergiftet und der Leber Arbeit beschafft? Eine teilzeit arbeitslose Leser ist keine gute Leber?

Weitaus positiver ist der Effekt des Verzichts für den Körper, hat der doch sowieso bereits genug mit anderen Einflüßen zu kämpfen. Und Kalorien spart man obendrein. Zudem freut sich der Organismus, wenn er mehr Sport statt mehr Sprit bekommt.

Ich freue mich also auf diesen Monat.

 

 

 

Advertisements

1 Comment

  1. Ich wünsch dir viel Spaß beim Verzicht.
    Ich bin jetzt selbst bei Monat 10 ohne einen Tropfen Alkohol- ziemlich ätzend, da ich bekennende Gin-Liebhaberin bin, aber leider gesundheitlich nicht anders möglich.

    Falls du im Übrigen keinen Bock mehr auf die „Spaßverderber, warum trinkst du denn nicht mit“-Debatte haben solltest:
    Ein Satz wie:“ich bin trockener Alkoholiker“ schlägt ein wie eine Bombe und du hast deine Ruhe für den Rest des Abends🤣

    Gruß
    Jasmin

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s