Likes – Comments – Shares – Rezensionen

Inspiriert durch einen kurzen Austausch mit Tantedine, möchte ich heute mal über des Bloggers Treibstoff schreiben.

Die erste Motivation eines jeden (kreativen) Schreibers ist es gelesen zu werden. Freilich ist es auch Therapie und gelegentlich dem Brötchenerwerb dienlich. Der Wunsch gelesen zu werden ist in der Tatsache impliziert, dass man öffentlich publiziert.

Die Macht des Lesers

Du lieber Leser erfüllst also bereits hier einen großen Wunsch. Und doch wünschen sich Autoren (und auch Podcaster) immer noch mehr. Mehr Leser/Hörer und vor allem Feedback.

Wenn sich jemand wundert, was so in den iTunes-Podcast-Charts oben ist oder welche Blogs massig Reichweite haben – Gratulation, das ist die Demokratie des Netzes. Denn neben Werbegeldern sorgen speziell die Publikumsreaktionen für Reichweite.

Kettenreaktion

Ein kluger Kommentar von dir unter meinem Post gibt mir nicht nur Feedback, sondern motiviert auch andere zum Kommentieren. Ein leicht gefülltes Cafe wirkt attraktiver als ein ganz leeres. Jeder sinnvolle Kommentar wertet somit einen guten Post noch auf.

Gute Posts werden eher geteilt und durch die erhöhte Reichweite auch wiederum eher gelesen. Attraktive Posts sorgen schlussendlich zu mehr Fans und Followern, die mehr davon wollen.

Podcast-Rezensionen

Noch mächtiger sind Podcast-Rezensionen, da diese unmittelbar für die Podcast-Charts wichtig sind – neben den Download- und Abozahlen. Alleine eine 5-Sterne-Bewertung mit einem einfachen “guter Podcast“ Kommentar erhöht die Chance, von anderen entdeckt zu werden ohne viel Werbung. Deswegen bitten auch erfolgreiche Formate regelmäßig noch um Rezensionen und Abos.

Mehr Hörer führen eher zu Feedback und Interaktionen, was wiederum die Qualität des Content verbessert, weil man darauf eingehen kann. Lebhafter, interaktiver, besser.

Viel Pathos, einfache Bitte

Bevor ihr also das nächste Mal darüber klagt, was im Radio/TV läuft (wo ja auch mehr und mehr aus dem Netz rangespült wird), an Blogs bekannt oder als Podcast erfolgreich wird, denkt daran, welche Möglichkeiten ihr mit ganz einfachen Mitteln habt zumindest etwas mitzugestalten.

Zugegeben viel Pathos für die einfache Bitte zum Dank für spannenden und interessanten Content öfter mal einen kleinen Kommentar zu schreiben, ein Share zumachen, einen Like zugeben oder natürlich Podcasts zu rezensieren. Das bisschen Zeit zahlt sich jedoch aus. Denn klar ist, die Profis kaufen ihre Kommentare ein im Notfall. Der  Blogger aus den kleinen finnischen Clubs muss sich seine Kommentatoren noch selbst zusammensammeln.

Denn erst wenn der letzte nicht-bezahlte Blogger seinen Dienst quittiert… Ok, ich hör schon auf mit dem Pathos.

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8 Comments

  1. Ich hatte gestern auch meinen Meta-Blogging-Tag. Und kam zu ähnlichen Schlüssen, wenn ich auch nicht alles aufgeschrieben habe.
    Das Entscheidende ist nicht die Menge des Feedbacks, sondern die Qualität. Weshalb diese ganzen gekauften Likes und Comments nicht den Speicherplatz in Googles Lagerhäusern wert sind, den sie verbrauchen. 🙂
    Man sammelt sich seine eigene kleine Echokammer, da das Internet zwangsläufig immer weiter fragmentiert. Aber das ist nicht wirklich schlimm und kein wirklicher Unterschied zum echten Leben – immerhin geht da der Metaller auch nicht in die Schlagerkneipe, nur weil es ja so wichtig ist, mal „out of the box“ zu sein.
    Solange man in der Lage ist, die eigene Filterblase auch mit ein paar stachligen Andersmeinungen zu füllen und darüber nachzudenken, kann der Rest ruhig Fluff sein.

    1. Also ich kann als Hiphopper, der ich wohl irgendwie bin nur sagen – ich hab mich sowohl in Technoschuppen als auch in Metallerläden und sogar Schlagerläden wohlgefühlt. Aber ich bin da glaube ich auch das enfant terrible der Klischees, weil ich sie nichtmal annährend erfülle. Ich höre Maiden, neben Anti-Flag, neben Rhymin Simon und Kruder & Dorfmeister. Ich habe auf der Bühne über 160 bpm Tec-Beats gerappt genau so wie über Crossover Metal mit verzerrten Gitarren.
      Was die Kommentarqualität angeht, kann ich sagen, dass die meisten Kommentare aus C4C Runden über die wir es bei der Elite (ja ich weiß Podcasts sind pfui :P) beispielsweise hatten den wichtigsten Aspekt nur selten erfüllen: Mehrwert, entweder durch a) weiterführende Informationen, b) Gegenmeinung oder c) Unterhaltung.

  2. Ich bin kein Fan von Podcasts, deswegen höre ich sie nicht an und kommentiere sie auch nicht. Aber bei einem guten Blogbeitrag lasse ich gerne mal einen Kommentar da.

    1. Ich finde die aktuelle Allergie unter Bloggern vor Audiospuren irgendwie amüsant. Diese Welle gab es schon mal vor vielen Jahren – als You-Tube groß wurde.

  3. Das war ein interessanter Beitrag, über den ich noch einmal genauer nachdenken muss .

    Und jetzt vergiss bitte nicht, auch bei mir zu kommentieren. 😉 Es gilt aber auch das Gleiche wie bei Beiträgen. Okay, ein „schöner Beitrag“ lässt mein Herz höher hüpfen, aber der Schweiß bricht bei mir erst aus, wenn auf den Inhalt Bezug genommen wird. Ja: Bewerten ist wichtig, aber ich hocke lieber weiter in meiner kleinen Nische und freue mich an wenigen guten Feedbacks als an vielen „Mhm lecker“ … Denn sonst artet meine Höflichkeit, auf Kommentare zu reagieren, in Stress aus.

    1. Hrhrhrhr, willste vielleicht noch direkt den Podcast verlinken? 😛

      Ich denke man muss es natürlich nicht übertreiben. Selbstverständlich macht die Qualität der Kommentare den Post besser, nicht die reine Quantität. Und das Ziel ist ja auch nicht gleich Berühmtheit. Ich denke aber du hast beispielsweise eine sehr gute Ausgewogenheit, was deine Kommentatoren und ihre Kommentarqualität angeht. Da ist Leben in der Bude, ohne viel Tamtam und Schischi. Und ich weiß, dass man nicht täglich Content in so eine Buchte wirft, wenn es einem keinen Spaß und kein Feedback bringt 🙂

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