Männer, Frauen – es geht um die Wurst!

“HUNGER!“ sagte der Magen. Und weil ich gern landestypische Küche genieße im Urlaub, heißt das in Berlin natürlich Currywurst.

Das Wurst Case Szenario trat allerdings ein: Schmeckt nicht und liegt fies schwer im Magen.

Vielleicht hatte mir aber auch der mitschwingende Sexismus auf den Magen geschlagen. Denn die Bestellung basierte auf Geschlechter-Klischees. Es gab die Männer-Variante – liebevoll Männercurrywurst und Männer-Menü genannt – und die Frauen-Variante – die da heißt Mädchencurrywurst und Mädchen-Menü. Der Unterschied? Die Anzahl der Würste.

Anderes Beispiel hilfreich?

Jetzt könnte man natürlich klugscheissern und darauf hinweisen, dass der Sixpack für Frauen auch nur aus 2 Sektflaschen besteht, während der für den Mann aus sechs Bierkolben.

Aber selbst beim Schreiben fällt mir auf wie plump sexistisch es ist, Frauen Sekt zu unterstellen.

Ob sich die beiden Heldinnen hinterm Grill auch ihrem bewusst sind, bleibt jedoch zu bezweifeln.

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11 Comments

  1. also wenn wir schon bei currywurst sind .. ich habe letztes wochenende am königssee das erste mal eine currywurst gegessen .. weiß nicht .. ich fand sie jetzt nicht besonders. jeder deutsche schwärmt zwar von der, aber entweder die war dort wirklich nicht besonders, oder ich kann den hype um die currywurst nicht verstehen 🙂
    glg karolina

    1. Ich finde es gut, wie du das Thema des Beitrags umschiffst. Zeigt klare Kante.
      Die Gretchenfrage bei Currywurst ist: welche Wurst als Grundlage.

      1. Ich wunder mich nur darüber, dass Frauen selbst dem offensichtlichen so extrem ausweichen.

  2. So doof gegenderter Scheiß auch ist (ich empfehle hierzu: http://unnecessarilygenderedproducts.tumblr.com/), so hübsch finde ich es, dass auf den unterschiedlichen Kalorienbedarf eingegangen wird. 🙂
    Immerhin braucht die durchschnittliche (TM) Frau 1500 Kalorien, der durchschnittliche Mann schon 1700! Der muss also tatsächlich ´ne Wurst mehr essen.
    Aber irgendwie beschleicht mich das Gefühl, das gegendere hatte andere Gründe …
    (Ich mag gar keinen Alkohol. Ich bin neutral! 😀 Und Wurst esse ich auch nicht, habe also gar keine Aktien in der Diskussion!)

  3. Ich bin ja auch für Gleichberechtigung und Gleichstellung.
    Ein Beispiel aus meinem Metier sind wohl die bekannten „Frauen Liegestütze“ als Alternative zu den normalen…
    aber ich finde es ehrlich gesagt auch halb so wild.
    Natürlich hätte man es auch Adult und Kids Currywurst nennen können, als Alternative, aber das ist ja jedem selbst überlassen 😉

  4. Ok also das mit Gender und so ist sowieso nicht meins (obwohl ich eine Frau bin und man mir nun Feminismus unterstellen könnte halte ich absolut nichts von diesem übertriebenen Wahnsinn). Bei Currywurst denkt man eigentlich, dass sie doch in Berlin am Besten sein sollte und ich habe damals meine erste und beste Currywurst auch in Berlin gegessen aber da kann man es anscheinend leider auch schlecht erwischen :S

    Viele Grüße
    Denise von
    http://www.lovefashionandlife.at

  5. Oh und was sage ich nun dazu? 😀 Ich esse nicht so gerne CurryWurst und ich finde schon das ‚Mädchen_Überraschungsei‘ von Ferrero total übertrieben. Warum gibt es sowas? Das ist wie bei meinem Dönermann des Vertrauens: Mädchendöner! Das ist Döner ohne Zwiebeln und ohne schwarfe Soße. Hä?
    Liebe Grüße
    Nadine von tantedine.de

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