Projektierter Redebedarf

Ich pflüge im Zuge der Überarbeitung des Blog und der Einführung einer “neuen“ Kategorie durch ganz viele Texte, die ich seit Anbeginn meiner Blogs verfasst habe. Von Fachposts zu Social Media über humoristische Alltagsbeobachtungen und Glossen bis zu politischen Artikeln. Von Beziehungs- und Dating-Artikeln über die Stellensuche und das Thema Abspecken bis zu meinen Kurzgeschichten.

Nun wurde ich vor Kurzem im Radio gefeatured (mehr dazu im Podcast) mit der Aussage, ich würde mir meist Dinge vornehmen und dann darüber schreiben.

Blickt man einmal auf das Gesamtwerk (Aushilfsjedi, justme, Der Botschafter, etc. ), bekommt man diesen Eindruck allerdings erst in den letzten Jahren.

Über allen Blogposts stehen bei mir ja immer die klassischen vier Ziele: Unterhalten, Informieren, Erkenntnisgewinn durch Ausprobieren sowie eine gewisse “Selbsttherapie“ durch Dokumentation und Austausch. Jeder Post erfüllt einen oder gleich mehrere dieser Aspekte.

In den Anfangsjahren war es natürlich als stellv. Chefredakteur eines Satiremagazins vor allem Unterhaltung. Inzwischen bietet es sich hingegen an, Veränderungen zu planen, durchzuziehen und den Weg zu dokumentieren. Erkenntnisgewinn durch machen. Wobei alles Machen Ziele inkludiert, die irgendwann erreicht werden. Natürlich kann man über den Sport auch jahrelang bloggen. Doch wenn das Ziel Waschbrettbauch lautet, ist das zu einem Zeitpunkt auserzählt oder eine Tragödie.

Möglicherweise verstelle ich mir aber auch den Blick durch die Gewichtung der Themen. Denn tatsächlich schreibe ich auch heute noch Alltagsbeobachtungen, Satirebeiträge und hier und da eine Rezension eines Videospiels. Nur findet das neben den Projekten immer weniger Beachtung, weil zeitlich nicht so gerafft publiziert.

Es ist also weniger so, dass es heute nur noch projektierten Redebedarf gibt, als vielmehr, dass er als bereichernde Spielart in den letzten Jahren ergänzend hinzu kam. Quasi aus dem Erkenntnisgewinn der ersten wilden Jahre.

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