100.000.000 Millimeter

Das Ziel lautete 100 km auf dem Rad. Am Ende der Tour standen sogar 110 km auf der Habenseite.

Als ich vor ein paar Jahren das erste Mal die 100 km auf dem Plan hatte, fuhr ich noch mit einem Fahrradcomputer am Lenker. Der Computer sagte 100,x km, Runtastic hatte nur 96,x km vermeldet. Rechnet man diese Unschärfe des GPS heute noch hinzu, waren es bei den 110 km nun sogar noch mehr.

Aber von Anfang an. Das Ziel war es einfach steigungsarm Kilometer zu sammeln. Also bot es sich an, möglichst weit im Süden am Neckar zu starten, möglichst weit nach Norden zu fahren und dann bei passender Gelegenheit wieder umzudrehen. Hieß am Ende konkret: Von Degerloch nach Köngen, dann am Neckar entlang nach Marbach (Schiller und so) und dann retour bis nach Stuttgart.

Steigungsarm klappt natürlich nur bedingt, weil man ständig vom Ufer weggeführt wird. Hafen, Industriegebiete und andere Gegebenheiten sorgen für ständige Abwechslung. Schlussendlich waren es sogar über 1000 Höhenmeter aufwärts.

Wobei 10 hm pro km ja nicht wirklich viel sind. Aber in der Masse kommt da was bei rum.

Interessant ist, was im Kopf auf der Strecke passiert. Man checkt die Reaktion des Körpers, plant die Strecke nach (ein Fluss hat zwei Ufer), grübelt über mögliche Pausen und geeignete Ort dafür, freut sich über gelentliche Begegnungen mit Pace-Partnern und versinkt dann zeitweise in einen meditativen Zustand, in dem man einfach nur fährt und atmet.

Da Radwege nicht durch beste Pflege glänzen – man mag fast annehmen, über all dort wo Straßen- und Gehwegschäden zu groß waren, hat man diese einfach umgewidmet um Sanierungskosten zu vermeiden – , war der erste Verschleiß nicht etwa in den Beinen zu spüren sondern an den Schultern und im Nacken. Erst gegen Ende war dann in den Oberschenkeln zu merken, dass die Muskeln möglicherweise an eine Belastungsgrenze gefahren wurde. Muskelkater gab es allerdings keinen. Nur die Knie, die ja immer motzen bei längerem Sport, fühle ich auch am Tag danach etwas.

Die Erkenntnis des Tages ist allerdings, dass ich diese Strecke so schnell nicht mehr brauche und mir für den Radel-thon mehr Flüssigkeit einpacke. Denn den halbe Liter Wasser, den ich dabei hatte, hatte ich nach 75 km in einem Zug weg.

Auch wenn ich die 100 km in der Form vorerst nicht wieder fahre, bieten sich Teilstücke durchaus für ein erneutes Befahren an. Köngen, Wernau und Plochingen sehen mich also sicher mal wieder.

Das Fitbit vermeldet übrigens einen Grsamtverbrauch der Tour von 3759 kcal. Umgerechnet: Ein ganzes Pfund Fett verbrannt. Der Gesamttagesverbrauch von 5525 kcal fällt da ansonsten kaum extra ins Gewicht.

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